Trentino-Südtirol

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Das Trentino ist der "unitalienische" Teil Italiens: Südtirol zwischen der Region Friaul und dem Gardasee. Nur an den teils fantasievoll aber ohne wirkliche sprachliche Wurzel "italianisierten" Ortsnamen erkennt man die Zugehörigkeit zu Italien. Die Umgangssprache der einheimischen Bevölkerung ist Deutsch in einer Aussprache, die neben dem österreichischen Tonfall durchaus Anklänge auch an das "Schweizerdeutsch" besitzt.

Die Hauptanreiseroute in das Trentino führt durch Österreich über den Brennerpass, der heute dank elektronischer Mautvorbuchung praktisch staufrei zu befahren ist. Über Sterzing führt die Brennerroute vorbei an mittelalterlichen Festungen, Wein- und Obstgärten mitten im Gebirge nach Bozen, der Provinzhauptstadt mit ehrwürdiger Vergangenheit und nach Trient ("Trento"), das der Region den Namen gab.

Auf dem Weg dorthin sollte man keineswegs versäumen, eine Pause im Kloster Neustift eingangs Brixen einzulegen - möglichst in Verbindung mit einer "Brettljausen" im Klosterkeller. "Kaminwurz" (luftgetrocknete Würste), Speck und Käse und dazu den frischen Wein aus der Klosterkellerei - solche Jausen bergen die Gefahr, dass sie sich ausdehnen! Kloster Neustift verfügt über die höchstgelegenen Weinberge der Region und ist auch für sein Kulturprogramm, Kunstkurse und Jugendseminare in den Sommerferien bekannt.

In Brixen zweigt das Pustertal ab, das den Zugang zu den Dolomiten, neben dem Gardasee der touristischen Hauptattraktion des Trentino, eröffnet: Kronplatz, Ahrntal, Gsieser Tal, Fischleintal, Sextener Dolomiten, Drei Zinnen - das sind nur einige der „Highlights“ der Dolomiten, die hier zu jeder Jahreszeit die Besucher begeistern.

Berühmt ist die Region für ihre deftige "Berglerküche", die bei den warmen Speisen vor allem die "Knödel" in unterschiedlichster Zusammensetzung umfasst. Um diese Spezialitäten zu kosten, lohnt es sich, bei einem der vor allem im Sommer monatlich in den meisten Städten und Dörfern stattfindenden Dorffesten die heimische Küche zu probieren, die dann auch von vielen Privatleuten auf dem Marktplatz angeboten wird.

Während die Bergregionen außer Viehzucht und Käseproduktion nur wenig landwirtschaftlichen Ertrag ermöglichen, gehören die südlichen Täler zu den fruchtbarsten der Alpenregion, was neben dem Weinbau besonders dem Obstanbau zugutegekommen ist. Äpfel- und Birnenplantagen prägen das Landschaftsbild, wenn sich die Täler öffnen. Und nach der deftigen Mahlzeit weiß der Besucher auch die „Endstufe" der Weiterverarbeitung des Obstes zu schätzen: Apfel- und Birnenbrände (mit der berühmten Williamsbirne in der Flasche) verbessern die Verträglichkeit jeder Mahlzeit und ein Grappa vermag auch der "Traubenkur" ihre ganz besondere Note zu geben. Und weitere Feste lohnen die Reise: Im Herbst gibt es mit dem „Divin Ottobre“ im Cembratal und an der Weinstraße zahlreiche Veranstaltungen um Kultur und Kulinarisches zu genießen.

Steckbrief Trentino-Südtirol

Hauptstadt: Trient

Provinzen: Bozen, Trient

Größe: 13.607 km²

Einwohner: 1.045.000

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