Sehenswürdigkeiten auf Sardinien

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„Das Leben auf Sardinien ist eines der besten“, meinte der italienische Liedermacher Fabrizio de Andrè und hatte damit vermutlich recht. Das Klima ist mediterran warm, die Natur bildschön, die Küche bereitet kulinarische Gaumenfreuden und die Urlauber können aus einem vielfältigen Freizeitangebot wählen. Doch Sardinien bietet weit mehr als nur einen amüsanten Badeurlaub: Sardinien ist eine der kulturhistorisch aufschlussreichsten Regionen Europas.

Jahrtausendealte Zeitzeugen aus Stein und Vulkanglas

Wie die Funde von Steinwerkzeugen und menschlichen Skeletteilen beweisen, lebten die ersten Menschen bereits vor circa 100.000 bis 400.000 Jahren v. Chr. auf Sardinen. Besonders gut dokumentiert ist die Entwicklung der menschlichen Kultur und Zivilisation ab der Besiedlung Sardiniens durch die Angehörigen der Cardial- und Impressokultur vor rund 8.000 Jahren. Von diesem Zeitpunkt an entwickelten sich auf Sardinien mehrere Kulturen, darunter die Ozieri-, Monte-Claro- sowie Nuraghenkultur. Die ältesten Funde humaner Kulturen sind Werkzeuge aus Stein, Töpfe aus Keramik sowie Utensilien aus dem vulkanischen Gesteinsglas Obsidian. Besichtigt werden können diese Funde unter anderem im Archäologischen Museum in der Hauptstadt Cagliari sowie im Museum G. A. Sanna in Sassari. Beide Museen beinhalten bedeutende ethnografische Sammlungen, die die Geschichte Sardiniens ab dem Neolithikum beschreiben.

200 Ausgrabungsstätten auf der zweitgrößten Mittelmeerinsel

Auf Sardinien existieren knapp 200 prähistorische und frühgeschichtliche Fundplätze, die Kultururlaubern eine spannende Reise in die menschliche Vergangenheit ermöglichen. Mehr als 1.000 Felsengräber, genannt Domus de Janas, zeugen von der Ozieri-Kultur. Die bedeutendste Nekropole ist Anghelu Ruju bei Alghero mit 37 Gräbern. Eindrucksvoll sind auch die Funde aus der Nuraghenkultur wie der Turmbau Su Naraxi in der Nähe der Gemeinde Barumini. Bezeichnend für die Nuraghenkultur sind die Fels- und Gigantengräber wie Madau bei Fonni sowie die Brunnenheiligtümer wie Santa Cristina bei Paulilatino. Sehenswert sind auch die Ruinen des Tempels von Antas, den die Punier um 500 v. Chr. nahe der heutigen Provinzstadt Iglesias errichteten. Nach wie vor in Verwendung ist das römische Amphitheater in der Hauptstadt Cagliari. Im 2. Jahrhundert n. Chr. errichtet, ist das Theater jeden Sommer Austragungsort für Festivals und Konzerte.

Sinis-Halbinsel: sehenswertes Meeresschutzgebiet

Auf Sardinien finden sich oftmals bedeutende kulturelle Sehenswürdigkeiten verschiedener Epochen in unmittelbarer Nachbarschaft. Ein gutes Beispiel dafür ist die Sinis-Halbinsel im Westen Sardiniens. Dort stößt man auf die Überreste prähistorischer Gräber und der punischen Stadt Tharros. Ebenfalls besichtigt werden können die byzantinische Kirche San Giovanni aus dem 6. Jahrhundert, die Sarazenentürme an der Küste sowie der Wallfahrtsort Ipogeo di San Salvatore. Als nuraghisches Brunnenheiligtum errichtet, wurde der Ort von den Puniern und Römern weiter ausgebaut, ehe im 18. Jahrhundert eine katholische Kirche daraus entstand. Als Meeresschutzgebiet weist die Sinis-Halbinsel Strände mit besonders hoher Wasserqualität auf und bietet verschiedenen Vogelarten wie Flamingos und Seidenreihern ein bemerkenswertes Zuhause, das auch bei Badeurlaubern sehr populär ist.

Bade- oder Kultururlaub? – Auf Sardinien ist beides möglich

Auf Sardinien erübrigt sich die ewige Streitfrage, ob man im Urlaub lieber am Strand liegen oder Sehenswürdigkeiten erkunden möchte. Der Lago del Cedrino beispielsweise überzeugt Badeurlauber mit seinem türkisblauen Wasser, der herrlichen Vegetation und der mächtigen Bergkulisse im Hintergrund. Fast zu schön, um wahr zu sein, ist auch die Vegetation in den Naturparks Parco Assai und Mui Muscas. Auf traumhaften Wanderwegen bietet sich dem Urlauber die Gelegenheit, Sardinien von seiner wenig bekannten Seite kennenzulernen. Höhlenforscher sind von Sardinien ebenfalls begeistert. Hervorzuheben sind besonders die Grotta di Ispinigoli mit dem größten Tropfstein Europas und die Grotta del Bue Marino, eine Wasserhöhle, die per Boot befahren werden kann. Die jahrtausendealte Geschichte, die malerische Natur und moderne Freizeiteinrichtungen machen aus Sardinien den idealen Urlaubsort für jeden Geschmack.

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