Straßengebühren in Italien – Vorbereitung lohnt sich

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Italien ist für viele Deutsche ein Land der Sehnsüchte und zählt deshalb zu den beliebtesten Urlaubszielen. Kein Wunder: Italien hat alles, was das Reiseherz schätzt: Ideale Badebedingungen über viele Monate des Jahres hinweg, reichhaltige kulturelle Schätze aus versunkenen Epochen und ein vielfältiges kulinarisches Angebot, das weit über Pizza, Pasta und Co. hinausgeht.

Da Italien für zahlreiche Urlauber aus Deutschland nicht allzu weit entfernt ist, wählen viele das Auto für die Anreise. Doch anders als andere Länder Europas hat Italien eine PKW-Maut, deren Höhe sich nach tatsächlich gefahrener Strecke richtet oder als Pauschalbetrag fällig wird.
Die italienische Maut ist in der Regel an beschrankten Mautstationen zu zahlen, mit denen Autofahrer schon sehr bald nach der Staatsgrenze konfrontiert sind. Dort angekommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Bezahlung: mit Kreditkarte, ViaCard (als Prepaid-Karten erhältlich), Bargeld oder Telepass.

Wichtig ist die richtige Einordnung vor der Mautstation: Blau-gelb markierte Spuren mit der Beschilderung „Telepass“ – alternativ einfach nur mit einem „T“ ausgewiesen – sind für Telepass-Nutzer reserviert.
Was für viele Italien-Reisende entgegen anderslautender Gerüchte neu sein dürfte: Das Telepass-System ist auch für Deutsche nutzbar. Dafür reicht eine Online-Registrierung auf www.tolltickets.com. Eine Bankverbindung in Italien ist dafür nicht notwendig, auch hierüber kursieren häufig Falschinformationen.

Der Telepass ist eine kleine elektronische Mautbox, die in etwa das Format einer Computermaus hat. Ist der Telepass im Auto von innen an der Windschutzscheibe angebracht und ist eine beschrankte italienische Mautstation in unmittelbarer Nähe, gibt die Mautbox einen kurzen, hohen Piepton von sich und die Schranke öffnet sich ohne weiteres Zutun. Die Mautgebühr wird durch den Telepass elektronisch erfasst und dann später abgerechnet.
Die reservierten Telepass-Spuren können dann von großem Vorteil sein, wenn sich in den reiseintensiven Sommermonaten die berühmten Blechlawinen gen Süden wälzen und es vor den Mautstationen zu zähen Staus kommt. Dann können Telepass-Nutzer auf den für sie reservierten Spuren bequem am Stau vorbeifahren und erheblich Zeit sparen.

Eine Mautstrecke gibt es in Italien, über die Autofahrer im Vorfeld Bescheid wissen sollten, wenn sie im Großraum Mailand unterwegs sind: Die Autostrada 36 (häufig auch Pedemontana genannt), die auch ein Zubringer zum Flughafen Malpensa ist, hat seit einigen Monaten das Mautsystem Free Flow, das komplett ohne Mautschranken und Kassenhäuschen auskommt. Free Flow erfasst die Kennzeichen der Autos, die auf der Autostrada 36 fahren. Es erfolgt allerdings keine automatische Rechnungsstellung, um die Bezahlung dieser Gebühren müssen sich die Autofahrer selbst kümmern. Eine Möglichkeit ist die Online-Registrierung auf www.pedemontana.com oder die Bezahlung an Autobahn-Servicestellen. Telepass-Nutzer haben auf der Autostrada 36 kein Problem: Mit dem Telepass werden auch diese Gebühren automatisch mit erfasst und abgerechnet.
Übrigens: Der Telepass funktioniert auch für die Bezahlung der Fähre Villa San Giovanni – Messina. Sizilien-Fahrer können auf dieser Fähre einfach die Telepass-Spur benutzen.

Patrick Buchholz

...ist Inhaber von Italien-Reiseportal.de und ein Urgestein im Bereich Online-Travel. Er hat seit 2002 mehrere Online Reiseportale für verschiedene Länder und Destinationen aufgebaut. Seine Lieblingsreiseziele sind die Mittelmeerinsel Malta und die Insel Irland.

2015 gründert er sein neues Unternehmen iGuiding, dass die Ausflugssuchmaschine TopGuide24 - eine App zum Vergleichen und Buchen von Ausflügen und Freizeitaktivitäten - betreibt.

Website: www.italien-reiseportal.de

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